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| Kriminalität im Jahr 2008 weiter gesunken |
Mittelfranken ist am sichersten |
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MÜNCHEN/NÜRNBERG - In Mittelfranken, der Heimat von Innenminister Joachim Herrmann (CSU), hat sich die Kriminalität 2008 besonders günstig entwickelt.
Der Rückgang der Zahl der Straftaten fiel hier mit minus 5,1 Prozent mehr als doppelt so stark aus wie im Landesdurchschnitt (minus 2,3 Prozent). Insgesamt wurden in Mittelfranken 94185 Straftaten registriert. Entsprechend deutlich ging auch die Kriminalitätsbelastung gemessen an der Einwohnerzahl zurück. Pro 100000 Bewohner Mittelfrankens wurden 5495 Straftaten erfasst, was einen Rückgang um 5,2 Prozent bedeutet.
In allen mittelfränkischen Großstädten gingen die Delikte zurück, am deutlichsten in Fürth. Hier wurden im vergangenen Jahr 7757 Straftaten erfasst, 8,9 Prozent weniger als 2007. 7869 Straftaten in Erlangen bedeuten einen Rückgang um 2,1 Prozent während in Nürnberg mit 42672 Straftaten nur geringfügig weniger erfasst wurden (minus 0,5 Prozent). Mit 6797 Straftaten je 100000 Einwohner («Häufigkeitszahl«) kann sich Fürth als die sicherste bayerische Großstadt bezeichnen, gefolgt von Erlangen mit 7519 Fällen je 100000 Einwohnern. Nürnberg liegt mit einer Häufigkeitszahl von 8482 deutlich besser als andere Großstädte.
Insgesamt wurden in Bayern im letzten Jahr 651436 Straftaten erfasst, was einen Rückgang um 2,3 Prozent bedeutet. Bayern weist damit erneut vor Baden-Württemberg und Thüringen die geringste Kriminalitätsbelastung und knapp vor Thüringen auch die höchste Aufklärungsquote aller Bundesländer auf.
Obwohl 2008 viele Beamte mit der noch laufenden Neuordnung der Polizeiorganisation befasst gewesen seien, habe die bayerische Polizei wieder Spitzenwerte abgeliefert, hob Minister Herrmann hervor. Die Kriminalitätsbelastung gemessen an der Einwohnerzahl habe in Bayern den niedrigsten Wert seit 17 Jahren erreicht.
Besorgt zeigte sich der Minister, dass es nach dem Amoklauf von Winnenden allein in Bayern 140 Drohungen von Trittbrettfahrern gegeben habe. Herrmann forderte erneut ein europaweites elektronisches Waffenregister, um die Anzahl illegaler Waffen einzuschränken.
Nicht zufrieden zeigte sich Herrmann mit dem nach wie vor überproportional hohen Anteil von Ausländern unter den im vergangenen Jahr ermittelten 301023 Tatverdächtigen. Obwohl der Anteil der nichtdeutschen Einwohner an der Bevölkerung Bayerns Ende 2007 bei 9,5 Prozent lag, waren 26 Prozent aller Tatverdächtigen Ausländer. Insbesondere der Anteil der ausländischen Tatverdächtigen an der Gewaltkriminalität sei mit 27,8 Prozent immer noch überdurchschnittlich hoch.
Problematisch sei auch die ständig zunehmende Rolle des Alkohols als Auslöser von Straftaten. 2008 standen 15,9 Prozent aller Tatverdächtigen unter Alkoholeinfluss – das bedeutet eine Zunahme von drei Prozent.
Nicht mehr, sondern weniger Kriminalität beobachtet die bayerische Polizei nach dem Wegfall der Grenzkontrollen zur Tschechischen Republik. Dort ist die Zahl der Straftaten 2008 um 3,5 Prozent gesunken.
Ralf Müller |
| 16.4.2009 |
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NÜRNBERGER ZEITUNG |
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