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Dinkelsbühl: Vorwürfe gegen Altenheim nicht gerechtfertigt

 Dinkelsbühl: Vorwürfe gegen Altenheim nicht gerechtfertigt
Die Vorwürfe gegen das Dinkelsbühler Stephanus-Altenheim wegen angeblicher Pflege-Missstände sind nach Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft nicht gerechtfertigt. «In Dinkelsbühl gibt es keinen Pflegeskandal», sagte der Ansbacher Leitende Oberstaatsanwalt Ernst Metzger am Donnerstag. Die Ermittlungen seien zwar noch nicht abgeschlossen, aber nach den bisherigen Ergebnissen sei das Heim eindeutig entlastet.

Ehemalige Mitarbeiterinnen hatten Mitte Mai angebliche schwere Missstände in dem Altenheim angeprangert. Bewohner seien misshandelt worden, todkranken Patienten sei ärztliche Hilfe verweigert worden. Die Anschuldigungen hatten bundesweit für Schlagzeilen gesorgt. Metzger sagte, es seien zahlreiche Unterlagen ausgewertet und etwa 25 Zeugen vernommen worden. «Die Vorwürfe haben sich nicht verdichtet.» Einigen Fällen gehe man aber noch nach.

Es sei nicht auszuschließen, dass es zu einem Fehlverhalten einzelner Pflegekräfte gekommen sein könnte. Die Diakonie reagierte erleichtert. Es sei richtig gewesen, sofort die Staatsanwaltschaft einzuschalten, erklärte Präsident Ludwig Markert in einer Mitteilung in Nürnberg. Auch wenn der Schaden für das Image des Heimes beträchtlich sei, so liege nun doch der Beleg vor, dass die schweren Vorwürfe unzutreffend seien.

Unabhängig von den Ermittlungen arbeite die Diakonie daran, die Pflegequalität in der Einrichtung zu verbessern. Dazu zählen nach Markerts Worten die Begleitung durch externe Berater sowie regelmäßige Supervision für die Mitarbeiterinnen.

dpa
9.7.2009 15:47 MEZ
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