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Erst Wolken und Regen, dann wehte ein recht frischer Wind: Zur zweiten offiziellen Montagsdemo vor der Lorenzkirche war der Andrang dennoch so groß wie vor Wochenfrist. Rund 500 Bürger demonstrierten nach Polizeiangaben gegen die Sozialreform-Pläne der Bundesregierung.
Viele Leute haben noch nicht gemerkt, was nächstes Jahr auf sie zukommt, kommentierte Ludwig Wenk die Teilnehmerzahl. Aber der Protest werde nicht weniger, sondern mehr werden, zeigte sich der Sprecher des Sozialforums überzeugt.
Am Offenen Mikrofon geißelten etliche Redner Hartz IV und die Agenda 2010 der rot-grünen Regierung als Versuch, das allgemeine Lohnniveau in Deutschland zu senken. Hartz IV werde von den Menschen gepredigt, die ihre Taschen voll haben und von der Steuersenkung ab 2005 profitierten, meinte ein Redner. Die geplanten Ein-Euro-Jobs entsprächen der Wiedereinführung der Sklaverei, zürnte ein anderer Teilnehmer ins Mikrofon: Das erinnert mich an den Reichsarbeitsdienst. In einem waren sich die meisten Demo-Teilnehmer einig: Ein-Euro-Jobs werden zu einer Verdrängung regulärer Beschäftigungsverhältnisse führen. tig
31.8.2004
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