NÜRNBERG - Die Saison endete so, wie sie begonnen hatte: Auch zum Rundenfinale der Pro A musste sich Absteiger Dimplex Falke Nürnberg geschlagen geben. 70:95 (40:52) hieß es nach einer einseitigen Partie bei den Dragons Rhöndorf.
Schon die Vorzeichen vor dem bedeutungslosen Spiel waren aus Sicht der Nürnberger Basketballer alles andere als günstig: Während Rhöndorf auf seinen kompletten Zwölfer-Kader zurückgreifen konnte, standen Falke-Cheftrainer Stephan Harlander lediglich sieben Spieler zur Verfügung. Neben dem langzeitverletzten Regisseur Sajmen Hauer fehlte auch Ersatzmann Basti Doreth (Rückenprobleme), Aushilfs-Routinier Rick Stafford war gar nicht erst mitgefahren, Juan Reile spielte bei Kooperationspartner Herzogenaurach, und Marco Miklos lief kurzfristig bei den Franken Hexern auf. Insofern durfte es nicht verwundern, dass Nürnbergs verbliebenes Häuflein rackerte und ackerte, letztlich aber auf verlorenem Posten stand.
Nach schwachem Beginn drehten die Falken mit einem 13:0-Lauf kurz auf und lagen durch die einzigen Punkte von Nachwuchs-Center Stefan Schmidt beim 21:20 zum ersten Mal in Front – es sollte die einzige Führung bleiben. Falke blieb mit Foulproblemen und der nachlassenden Physis durch die kurze Bank nur die altbekannte Rolle als Punktelieferant. Richtig spannend werden wohl erst die nächsten Wochen, wenn klar ist, wie (und ob) es mit Nürnbergs Korbjägern weitergeht. Geschäftsführer Wolfgang Heyder sagte bereits vor einigen Wochen «ja« zum Standort Nürnberg. Das Haltbarkeitsdatum dieser Aussage wird zu überprüfen sein.F.P.
Nürnberg: Hanson (20), Brütting (18), Lake (15), McDuffie (13), Schneider (2), Schmidt (2), Holtz.
Spielverlauf: 17:4, 17:17, 20:21, 22:21 – 28:21, 34:23, 41:28, 43:34 (17.), 52:40 – 55:44, 60:50, 68:54, 74:59 – 83:63, 86:63, 86:70, 95:70. |