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Am Samstag fällt die Entscheidung:

Haben die Falke-Basketballer eine Zukunft?

 Haben die Falke-Basketballer eine Zukunft?
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NÜRNBERG - Abgeschlagen abgestiegen, viele Fans vergrault, Fragezeichen hinter dem Nachwuchs-Konzept: Nach dem sportlichen Niedergang in die Drittklassigkeit steht die Zukunft für die Basketballer von Dimplex Falke Nürnberg auf dem Spiel.

Das vor dem Saisonbeginn von Bamberg und Nürnberg ins Leben gerufenen Nachwuchskonzept «Franken 1st – Deutschlands erste Basketballregion» war aus Sicht der Falken ein Schlag ins Wasser. Zumindest wenn man die reinen Ergebnisse betrachtet. Gerade mal fünf Spiele konnten die Nürnberger Korbjäger im Saisonverlauf gewinnen. Zu wenig, um das sportliche Überleben im deutschen Unterhaus zu sichern. Nach dem Ende einer enttäuschend verlaufenen Spielzeit in der 2. Bundesliga Pro A ist es nun sogar fraglich, ob es überhaupt in Nürnberg weitergeht.

«Da müssen wir abwarten», sagte Wolfgang Heyder am Montag in einem Gespräch mit der NZ. Der Geschäftsführer von Dimplex Falke und Manager des Deutschen Meisters aus Bamberg in Personalunion macht keinen Hehl daraus, dass er für eine Fortsetzung der fränkischen Zusammenarbeit plädiert. «meine Empfehlung ist, in der Pro B weiterzumachen. Aber ich entscheide das nicht alleine», erklärte Heyder.

Am Samstag kommt der fünfköpfige Aufsichtsrat von «Franken 1st» zusammen, in dem auch der ehemalige Falke-Boss Ralph Koczwara sitzt. Einer der Hauptpunkte des Abends wird die Frage sein, ob es für Falke eine Zukunft gibt. «Das sind keine Menschen, die nach einem Rückschlag die Flinte ins Korn werfen», gibt sich Heyder optimistisch: «Das wäre zu kurzfristig gedacht.»
In der Luft hängen derzeit auch die Spieler. Wer von den bisherigen Jung-Falken sich weiter in Nürnberg entwickeln soll, ist völlig unklar. Die Verträge der Spieler laufen allesamt in diesen Tagen aus.

Falke-Routinier Michael Lake, nach dem Aufstieg 2005 in die Noris gekommen, ließ bereits durchblicken, trotz der Niederlagenserie in den vergangenen Jahren als «Ziehvater» für die vielen jungen Spieler hierbleiben zu wollen: «Ich hasse es zu verlieren. Trotzdem würde ich gerne bleiben, mir gefällt es in Nürnberg, und die Jungs arbeiten in jedem Training hart an sich. Aber mit mir hat noch niemand aus der Chefetage über die nächste Saison gesprochen.»

Alles hängt nun an der Entscheidung des Aufsichtsrates. Auch die weitere Arbeit von Falke-Trainer Stephan Harlander. Sein Vertrag mit «Franken 1st» läuft zwar noch bis Juni 2009, doch nachdem er vor wenigen Wochen angedeutet hatte, lediglich mit einer konkurrenzfähigen Mannschaft in der Pro B antreten zu wollen, könnten die Zeichen auf Abschied stehen. Einige Kritiker des Nürnberger Urgesteins sollen bereits die Messer wetzen – nach drei Abstiegen in Folge auch nicht unbedingt verwunderlich. «Grundsätzlich stellt er sich selbst doch zur Disposition», findet Heyder, «für ihn wird die Perspektive der Mannschaft wichtig sein.»

Harlander selbst wollte dazu keinen Kommentar abgeben.
Klar ist derzeit nur eines: Das Nachwuchskonzept soll, bei einer tatsächlichen Bestandsgarantie, auch in der Drittklassigkeit beibehalten werden. Ein sofortiger Wiederaufstieg in die Pro A will der Falke-Geschäftsführer nicht mit Hilfe ausländischer Profis erzwingen. «Wir wollen das nicht mit aller Gewalt schaffen», meint Heyder, räumte aber ein: «Zu Franken 1st gehört ein Zweitliga-Team.»


Florian Pöhlmann
21.4.2008 18:46 MEZ
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