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| Nach 0:2-Pleite gegen den FC Schalke 04: |
Club ist abgestiegen, von Heesen will weitermachen |
| Club ist abgestiegen, von Heesen will weitermachen |
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Aus, Schluss, Ende – das war`s! Es hat nicht gereicht für den 1. FC Nürnberg, der siebte Bundesliga-Abstieg nach 1969, 1979, 1984, 1994, 1999 und 2003 ist nach einer bitteren 0:2-Heimniederlage gegen den FC Schalke 04 traurige Gewissheit. Während dem Club in seinem Endspiel die Nerven versagten, erkämpfte sich Konkurrent Arminia Bielefeld beim VfB Stuttgart ein 2:2-Remis. Bitter, aber wahr: Hätte der Club gewonnen, dann hätte es auf der Zielgeraden noch zum Klassenerhalt gereicht!
"Das ist brutal. Wird hatten noch immer die Hoffnung, dass wir es noch packen. Jetzt fließen natürlich Tränen in der Kabine", schilderte Club-Sportdirektor Martin Bader die Stimmungslage in den Katakomben, um gleichzeitig entschlossen nach vorne zu blicken: "Der 1. FCN wird sich jetzt nicht auflösen, wir kommen wieder. Auf keinen Fall dürfen wir uns jetzt gegenseitig zerfleischen. Es gilt, jetzt ganz schnell eine Mannschaft zu formieren, die den direkten Wiederaufstieg schaffen kann."
Ob Trainer Thomas von Heesen den Betriebsunfall reparieren darf. ist noch nicht endgültig geklärt. "Ich habe einen Vertrag unterschrieben, der auch für die zweite Liga gilt. Ich will dieser Verpflichtung nachkommen", erklärte der im Februar als Nachfolger von Hans Meyer verpflichtete Coach, der freilich ganz genau weiß: "Die Frage, ob ich hier weitermachen kann, muss der Verein bewerten. Es ist doch ganz normal, dass man in so einer Situation die Dinge erst einmal analysiert. Das kann man nicht fünf Minuten nach dem Spiel tun. Wir werden uns natürlich zusammensetzen."
Natürlich wirkte von Heesen konsterniert ob des Scheiterns seiner Mission. "Wir alle sind absolut am Boden zerstört. Nach gutem Beginn folgte die Ernüchterung in Form zweier Standardsituationen. Es war wie verhext und spiegelt die letzten Wochen wider. Unsere Torschussverwertung ist leider absolut mangelhaft", so der Club-Coach, der auch Verständnis dafür zeigte, dass einige der frustrierten Club-Fans nach dem Schlusspfiff "Heesen-raus-Sprechchöre anstimmten.
Bereits um 15.41 Uhr war der Club-Abstieg perfekt, als Bielefeld in Stuttgart durch Tesche in Führung ging. Zehn Minuten später traf im mit 47 000 Zuaschauern ausverkauften Nürnberger easyCredit-Stadion Bordon zur Schalker Führung. Von diesem Schock erholte sich der Club, der mutig und offensiv begonnen hatte, nie mehr so richtig, auch wenn er immer wieder zu guten Torchancen kam.
Die besten vergaben vor der Pause Marek Mintal 8., 9., 35), Angelos Charisteas (43.), der überraschend von Beginn an aufgebotene Zvjezdan Misimovic (45.) und Marco Engelhardt (45.). Großes Pech hatte Andreas Wolf in der zwölften Minute, dass Schalke-Torwart Manuel Neuer seinen Kopfball nach einer Ecke mit einem großartigen Reflex gerade noch über die Latte lenkte. Beim Führungstor gab die Hintermannschaft des 1. FCN keine gute Figur ab. Nach einer Ecke von Christan Pander kam Marcelo Bordon aus fünf Metern frei zum Kopfball; der ihm bei Standardsiutation zugeordnete Jan Koller hatte ihm zu viel Raum gelassen. Kurz nach der Pause forderten die Club-Fans massiv Elfmeter. Nachdem der für Mintal eingewechselte Robert Vittek im Laufduell mit Heiko Westermann im Strafraum zu Fall gekommen war.
Nach einer guten Stunde traf Bordon per Abstauber nach einem Freistoß von Pander erneut – damit war alles klar für die abwehrstarken und vorne stets gefährlichen «Knappen». Zehn Minuten später traf Pander das eigene Torgebälk – es schien sich an diesem Nachmittag alles gegen den Club verschworen zu haben!
Einmal mehr wirkte das Angriffsspiel der Franken insgesamt zu statisch. Der letzte Tick Entschlossenheit wurde vermisst; hinzu kam ein hohes Maß an Nervosität. Nach dem zweiten Gegentor ergaben sich der Franken mehr oder weniger willenlos ihrem Schicksal.
Die Fans verabschiedeten den so jäh abgestürzten Pokalsieger des Vorjahres mit ironischen Gesängen aus der Bundesliga. «Auf Wiedersehen» intonierten sie – und winkten dazu mit weißen Taschentüchern. Es dauerte lange, ehe Andreas Wolf als erster Club-Profi zu denn Fans in die Kurve kam. Javier Pinola ließ seinen Gefühlen freuen Lauf und heulte wie ein Schlosshund. Traurige Szenen am Ende des Tages - bleibt nur zu hoffen, dass sich der Club schnell von diesem Schock erholt und es den Mönchengladbachern nachmacht. Die schafften heuer den sofortigen Wiederaufstieg.
Bilder des Abstiegs
Harald Büttner |
| 17.5.2008 17:19 MEZ |
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| ©
NÜRNBERGER ZEITUNG |
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