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Nicht alles muss blau sein bei der Blauen Nacht. Bereits am frühen Abend herrschte Superstimmung in der White Longe an der Lorenzer Straße. Andere ließen sich mit Pferdekutschen durchs Geschehen transportieren. Oder lutschten Eis, das es natürlich in Blau gab.
An den Kartenvorverkaufstellen bildeten sich lange Schlangen und mit Einbruch der Dunkelheit füllten sich die Innenstadtlokalitäten zunehmend.
Inzwischen haben die Veranstalter anhand des Kartenverkaufs eine Besucherzahl von 120.000 angegeben. das wären ebensoviele Besucher wie im vergangenen Jahr. Auf jeden Fall war die neunte Blaue Nacht die bislang wärmste. Das war wohl ein wesentlicher Grund für die südländische Stimmung.
Die war allerdings nicht überall gleich gut. Am Hauptmarkt waren die Publikumsreaktionen eher flau. Dafür erntete Harri Schemm an der Burg spontane Beifallsstürme für seine Fabelwesen.
Auf großes Interesse stieß auch Guan Yuliang aus Shenzen, der seine Werke zugunsten der Erdbebenopfer in China verkaufte.
Spannung herrschte im Rathaus-Innenhof. Dorthin übertrugen Peter Wendl und Andrea Spreafico ihre Bilder, die sie auf ihrer Fahrt nach Capri gemacht hatten. Sie schafften es schließlich doch noch rechtzeitig in die Blaue Grotte.
Romantik und tolle Atmosphäre mit einfachen Mitteln zauberte die Flaschenpostaktion ans Pegnitzufer. Am U-Bahnhof Wöhrder Wiese wurden Botschaften zu Wasser gelassen und am CineCitta konnte andere diese herausfischen und lesen.
Richtig Spaß hatte das Publikum beim Papierzerknüllen im Historischen Rathaussaal. Am Ende bewarfen sich alle mit Papierbällchen. Beeindruckend auch die Lighztshow zum Auftritt der wiedervereinigten Shiny Gnomes im Neuen Museum.
Als äußerst positiv erwies sich auch der Verzicht auf die Essensstände auf der Straße. Alles wirkte aufgeräumter und die Gastronomen, die mitmachten, hatten allesamt volles Haus.
Zur Eröffnung der Blauen Nacht betonte Oberbürgermeister Ulrich Maly, wie wichtig diese Veranstaltung für das Nürnberger Image ist. Natürlich wird es auch im nächsten Jahr wieder eine Blaue Nacht geben. Und zum Zehnjährigen wird man sich noch etwas ganz Besonderes einfallen lassen.