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| Institut für Physik des Lichts in Erlangen |
Nordbayern ist keine Max-Planck-freie Zone mehr |
| Nordbayern ist keine Max-Planck-freie Zone mehr |
So ein Pech. Als Siegfried Balleis, Oberbürgermeister der Stadt Erlangen, erfahren hatte, dass Erlangen zum 1.Januar ein Max-Planck-Institut für die Physik des Lichts erhält, machte er sich gleich auf dem Weg ins Schloss, um der Universität zu gratulieren. «Er hat mich leider um fünf Minuten verpasst«, sagte Rektor Prof. Karl-Dieter Grüske später. Beide mussten getrennt feiern. Balleis ab 16 Uhr im Erlanger Stadtrat, Grüske auf einer anderen Festveranstaltung.
Die Freude der beiden war trotzdem nicht getrübt. «Wir sind endlich keine Max-Planck-freie Zone mehr«, sagte der CSU-Politiker Balleis. «Das ist ein Sieg für die gesamte Metropolregion, schließlich kommen die Wissenschaftler ja aus der gesamten Metropolregion.« Geprägt hatte den Begriff der «Max-Planck-freien Zone nördlich der Donau« die frühere SPD-Landesvorsitzende Renate Schmidt. Die Erlanger Bundestagsabgeordnete sagte daher am Donnerstag: «Ich freue mich, dass wir endlich ein Max-Planck-Institut haben.« Es wird nach Aussage von Prof. Peter Gruss, dem Präsidenten der Max-Planck-Gesellschaft, bundesweit für die nächste Zeit das letzte neue Institut sein.
Bessere Karten beim «Elite-Uni-Wettbewerb«?
Rektor Grüske sprach von einem «guten Tag für die Universität«. Für 60,5 Millionen Euro soll ein Neubau auf dem Erlanger Südgelände nördlich der Staudtstraße entstehen, unmittelbar neben der Physik. «Jetzt können wir loslegen«, sagte Grüske. Bis der Neubau steht, bleibt das Max-Planck-Institut in seinen von Siemens gemieteten Räumen an der Günther-Scharowsky-Straße 1. Grüske hofft darauf, dass seine Hochschule bei einer möglichen weiteren Runde des «Elite-Uni-Wettbewerbs« nun bessere Karten hat: «An allen Exzellenz-Uni-Standorten bis auf Konstanz gibt es Max-Planck-Institute.«
Bayerns Wissenschaftsminister Thomas Goppel sieht dies genauso: «Außeruniversitäre Forschung hat bei uns einen Stellenwert wie sonst nirgends auf der Welt. Die Wahrscheinlich, dass Erlangen wie München nun an die Spitze vordringt, ist sehr groß.« Goppel lobte die «gute Vorbereitung« der Max-Planck-Forschergruppe in den vergangenen drei Jahren: «Diese Arbeit hat zu dem positiven Ergebnis geführt.« Er hofft, dass das Institut die Franken endlich mit Genugtuung erfülle: «Sie klagen ja immer, dass zu viel in München konzentriert werde.«
Balleis hofft indes darauf, dass sich neben dem Institut neue Firmen ansiedeln: «Ich bin überzeugt, dass wir Unternehmensgründungen und Verlagerungen bekommen. Deshalb ist das Institut außerordentlich wichtig.«
Markus Kaiser |
| 27.6.2008 |
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NÜRNBERGER ZEITUNG |
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