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| Felsabsturz offenbart Finanzprobleme der Familienstiftung |
Sorge um Burg Pottenstein |
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POTTENSTEIN - Die Zukunft der Burg Pottenstein in der Fränkischen Schweiz ist ungewiss. «Wir haben enorme Schwierigkeiten mit dem Erhalt der Burg. Sie muss dringend saniert werden, dafür haben wir aber kein Geld«, sagte Burgherr Thilo von Wintzingerode der dpa.
Die Burg ist das Wahrzeichen der oberfränkischen Stadt Pottenstein (Kreis Bayreuth) und im Kern 1000 Jahre alt. Auslöser für die Auseinandersetzung war ein Felssturz im April am Fuß des Burgbergs. Die Stadt hatte den Burgbesitzer daraufhin per Zwangsbescheid dazu aufgefordert, das auf die B470 gestürzte 50 Tonnen schwere Dolomitgestein zu beseitigen und den Burgberg zu sichern.
Eine von der Stadt gesetzte Frist war in der vergangenen Woche verstrichen. Die Familienstiftung könne die 108000 Euro für die Beseitigung der Trümmer und die Sicherung des Felsens nicht aufbringen, betonte von Wintzingerode.
In den vergangenen 15 Jahren hatte er nach eigenen Angaben bereits rund 400000 Euro in den Erhalt der Burg gesteckt. Die Familienstiftung, die mit dem Privatvermögen der Familie gegründet worden sei, sei nun mittellos.
Der Bürgermeister der Stadt Pottenstein, Stefan Frühbeißer (Freie Wähler), sagte, die Stadt werde nun in Vorleistung treten müssen und den Felsen zunächst selbst sichern lassen. «Grundsätzlich gilt, dass der Eigentümer verantwortlich ist für Gefahren, die von seinem Grundstück ausgehen«, sagte er und wehrte sich gegen die Vorwürfe von Wintzingerodes, die Burg werde von der Kommune im Stich gelassen. «Sie ist zweifellos das Wahrzeichen unserer Stadt und für die gesamte Fränkische Schweiz von großer Bedeutung.«
Während eines Krisengipfels bei der Regierung von Oberfranken hätten die Stadt, der Landkreis Bayreuth und die Oberfrankenstiftung sich bereiterklärt, freiwillig einen Teil der Kosten zu übernehmen, wenn die Zahlungsunfähigkeit der Familienstiftung bewiesen werden könne. Entsprechende Nachweise habe von Wintzingerode allerdings bislang nicht eingereicht, sagte Frühbeißer.
Auch für die mehrere Millionen Euro teure Gesamtsanierung könnten nach einem solchen Nachweis Gelder zur Verfügung gestellt werden, sagte das Stadtoberhaupt. Burgherr von Wintzingerode, der den Krisengipfel dagegen als «ergebnislos« bezeichnete, bat nun den Landtag in einer Petition, sich mit seinem Problem zu befassen.
Das Parlament will den Fall allerdings erst nach der Landtagswahl Ende September auf die Tagesordnung setzen. |
| 16.7.2008 |
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NÜRNBERGER ZEITUNG |
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