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Der Finanzchef der evangelisch-reformierten Kirche in Bayern soll acht Millionen Euro veruntreut haben. Die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth bestätigte am Freitag die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens gegen mehrere Personen.
Nach Bekanntwerden der Vorwürfe seien am Donnerstag 14 Objekte durchsucht worden. Am Freitag sei einer der Verdächtigen festgenommen worden. Ob es sich dabei um den Finanzchef handelt, blieb zunächst unklar. Er gilt als Hauptverantwortlicher für den Geldabfluss aus der Kirchenkasse.
«Nach dem derzeitigen Kenntnisstand der Ermittlungsbehörde besteht der Verdacht, dass in den Jahren 2004 bis 2008 in erheblichem Umfang Geldmittel der evangelisch-reformierten Kirche in Bayern von Kirchenkonten abgezogen und anschließend zweckwidrig verwendet worden sind«, berichtete Justizsprecher Andreas Quentin.
Die reformierte Kirche bezifferte den Schaden auf acht Millionen Euro. Am Nachmittag wollte Präses Joachim Metten auf einer Pressekonferenz in Nürnberg zu den Vorwürfen Stellung nehmen. Zur evangelisch-reformierten Kirche im Freistaat bekennen sich nach Angaben ihres Sprechers Georg Rieger rund 10.000 Gläubige in 210 Gemeinden.
dpa
18.7.2008 13:53 MEZ
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