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Der Flughafen Nürnberg will der schwierigen wirtschaftlichen Lage mit deutlichen Einsparungen trotzen. «Betriebsbedingte Kündigungen stehen dabei nicht in unserem Fokus», sagte Geschäftsführer Karl-Heinz Krüger am Montag. Freiwerdende Stellen würden allerdings nicht neu besetzt, der Einsatz von Leiharbeitskräften auf ein Minimum verringert.
Gleichzeitig sollen im Dienstleistungsbereich höhere Erträge erzielt werden. «Der zunehmende Marktdruck sowie der durch die Wirtschaftskrise bedingte Verkehrsrückgang sorgen dafür, dass wir einige Millionen einsparen müssen», erklärte der Flughafen-Chef. Mit Wachstumsimpulsen rechnet er frühestens 2010. Grundsätzlich hält der Flughafenbetreiber nach Krügers Worten an langfristigen Investitionsplänen fest. Für 2009 seien keine Neubauten geplant.
Die lange geforderte Flughafen-Anbindung an die Autobahn A3 Frankfurt-Nürnberg müsse weiterverfolgt werden, forderte Krüger. «Sonst droht der Metropolregion ein großer Schaden.» Der Umsatz des Flughafens erhöhte sich 2008 von 93,4 auf 94,7 Millionen Euro. Dennoch erzielte das Unternehmen keinen Gewinn: «Tarif- und preisgetriebene Kostensteigerungen führten zu einem Fehlbetrag von 1,7 Millionen Euro», erklärte Geschäftsführer Harry Marx.
Im vergangenen Jahr stieg die Zahl der Passagiere um 0,7 Prozent auf 4,27 Millionen (Vorjahr: 7,0 Prozent). Zahlen zur Passagierentwicklung in den vergangenen Monaten zeigten allerdings aktuelle Rückgänge um bis zu 6,7 Prozent. Damit fielen die Einbußen in Nürnberg dennoch geringer aus als im bundesweiten Durchschnitt: «Fast alle Flughäfen liegen derzeit im zweistelligen Minusbereich», sagte Krüger.
Der Rückgang zeige sich vor allem im Linien- und Frachtverkehr. Im Touristikverkehr gab es 2008 lediglich einen Rückgang von zwei Prozent auf 1,96 Millionen Passagiere. Im laufenden Jahr erwarte die Geschäftsführung rund 4 Millionen Fluggäste – rund 270 000 weniger als 2008.
dpa
9.3.2009 14:28 MEZ
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